Tauchgebiete
Auf dieser Seite finden Sie einige Beschreibungen verschiedener Tauchgebiete.

Für jede Ausbildungsstufe

Torre Marbella (Marbella Tower)
Das am weitesten östlich gelegene Tauchgebiet ist eine alte Eisenerz-Verladestation, die bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts in Betrieb war. Sie befindet sich 25 Boots- oder Autominuten von der Tauchbasis entfernt, ganz in der Nähe des Fischereihafens von Marbella.
Das Tauchgebiet sind 2 Verladetürmen, die sich etwa 100 m und 250 m von der Küste entfernt im Wasser befinden. Der näher an der Küste gelegene Turm wird selten betaucht, obwohl er wunderschön bewachsen und wirklich einen Abstecher wert ist (Tiefe 6m).
2004 ist dieser Turm während eines Wintersturms umgefallen und liegt heute unter Wasser.

Der zweite Turm, die eigentliche Verladestation, an der Frachtschiffe mit Eisenerz beladen wurden, steht auf einem Hügel, der von 6 - 11 m abfällt. Das quadratische Fundament des Turms, mit einer Seitenlänge von ca. 20 m, ist reichhaltig mit Schwämmen und Pflanzen bewachsen. Jede Menge Leben, beispielsweise kleine Conger, Muränen, Bärenkrebse, verschiedene Nacktschnecken uvm. lassen sich in unzähligen Löchern und Spalten der Turmwand finden. Auf der Oberseite des Hügels, in nur 6 Metern Tiefe, sind Oktopus und jede Menge Schlangensterne zu Hause.
Am Hügelgrund auf 11 Metern Tiefe liegen, rund um den Turm verteilt, abgebrochene Teile des Turmes, die bis zu 30 m lang sind. Auch hier ist vielseitiges Leben zu finden. An diesem Tauchgebiet sind nahezu immer Schwärme von Zweibindenbrassen und anderen Brassenarten anzutreffen.
Wracks Marbella
In unmittelbarer Nähe des "Torre Marbella" liegen 3 Wracks, die relativ dicht zusammen auf ca. 11 Meter Tiefe liegen und in einem Tauchgang vom Boot oder vom Strand aus betaucht werden können. Zwei der Wracks sind Frachtschiffe (aus Stahl) von etwa 60 m Länge. Das dritte Wrack ist ein kleineres Segelboot, das zunehmend zerfällt. Von einem der Frachtschiffe ist relativ wenig übrig. Von ihm sind noch die großen Reihenmotoren und die schön bewachsene Schiffsschraube, mit einem Durchmesser von knapp 2 m zu sehen. Das andere Wrack ist recht gut erhalten und in 2 Teile gebrochen.
Die rundumlaufende Reling und das Steuerhaus sind gut erhalten und sehr imposant. Generell sind in und um die Wracks sehr viele verschiedene Meeresbewohner anzutreffen..

Barco antiguo (antikes Wrack)
In nur 10 Boots- oder Autominuten von der Tauchbasis entfernt liegen in nur 5 - 6 m Tiefe, etwa 150 Meter vom Strand entfernt, Reste eines antiken Wracks. Die Einheimischen bezeichnen es auch als "Galeón", was soviel wie Galeere heißt und erzählen, daß die Kanonen schon vor Jahren gestohlen wurden. Nach Recherchen von Happy Divers Marbella handelt es sich um die französische Gallere „Lys“, die 1703 auf der Flucht vor der spanischen Armada, von den fliehenden Franzosen verbrannt wurde, bevor sie in die Hände der Spanier gelangte. Zu Schaden kam dabei niemand und die Franzosen konnten in Richtung Marbella entkommen. Heute sind noch Reste des Holzrumpfes und herausstehende Spanten zu sehen. Imposant ist die Länge des Wracks von 60 - 70 Metern, das über und über mit einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren bewachsen ist. Schwärme an Brassen und Mittelmeer-Drückern sind hier häufig anzutreffen. Darüber hinaus alles UW-Leben was die Costa del Sol zu bieten hat. Barco antiguo ist eines der fischreichsten und vielfältigsten Tauchgebiete, bezüglich Artenvielfalt, das von Happy Divers Marbella und betaucht wird und ist wegen dem was zu sehen ist und der geringen Tiefe zurecht der Lieblingstauchplatz der Kinder.
Tubo
Tubo ist ein Rohr mit ca. 2 Meter Durchmesser, das vom Strand aus bis auf 25 Meter Tiefe verläuft und dort endet. Happy Divers Marbella führt hier Tauchgänge ganz unterschiedlichen Charakters durch.
Zum einen wird Tubo vom Strand aus bis in eine Tiefe von etwa 10 Meter betaucht – dieser Tauchplatz heißt auch entsprechend
"Tubo beach". Zunächst verläuft Tubo unterirdisch und erscheint erst bei ca. 3 Metern Tiefe am Meeresboden. Völlig sichtbar ist es ab etwa 6 Metern Tiefe. Rund um das Rohr ist der Meeresboden steinig bis felsig, so daß es auch hier viel zu sehen gibt.
Die Meeresbewohner halten sich vorrangig unter dem Rohr versteckt. Zu sehen sind hier insbesondere vereinzelte Conger, kleinere Seespinnen, Bärenkrebse, gelegentlich Drachenköpfe usw.

Zum anderen wird Tubo natürlich auch vom Boot aus betaucht. Einer der möglichen Bootstauchgänge beginnt bei ca. 12 - 13 Metern Tiefe und führt bis in etwa 20 Meter. Das Rohr ist hier völlig anders, als wenn man es vom Strand aus betaucht. In dieser Tiefe sitzt auf jedem Meter ein Conger und gelegentlich eine Muräne, sowie viele „Falsche Korallen„ und zum Teil riesige Seespinnen unter dem Rohr und Tausende an Drachenköpfen befinden sich rundherum; der Tauchplatz könnte auch Scorpionfish-City heißen.
Auf dem Rohr sind Nacktschnecken und vereinzelt verschiedene Gorgonien zu beobachten.
Einen wiederum anderen Charakter bekommt der Tauchgang im Tiefenbereich zwischen 20 - 25 Metern; der Tauchplatz heißt dann auch Tubo 25. Hier ist Tubo über und über mit den verschiedensten Gorgonien zugewuchert. Conger, Seespinnen und Drachenköpfe sind seltener. Dafür gibt es stattliche Gabeldorsche zu bewundern. Mit viel Glück auch einzelne Thunfische oder gar Katzenhaie.
Mehrmals ließ sich das sehr seltene "Gorgonenhaupt" beobachten, ein Vertreter der Schlangensterne, das sonst nur in Tiefen ab 35 m vorkommt.
Punto Atalaya und Arrecife
Ab Estepona, in Richtung Gibraltar fahrend, wird die Costa del Sol felsig. Die Tauchgänge in diesem Bereich der Küste werden überwiegend vom Strand aus gemacht und führen durch schöne Unterwasser-Landschaften, Cañons und leichte Überhänge. Hier wächst schon ab 6 m Tiefe Edelkoralle und Grüne Bonellia.

Punto Atalaya
ist ein recht großes Tauchgebiet, das viele Möglichkeiten bietet. Flach abfallend bis auf ca. 15 m, lassen sich bei einem Tauchgang – je nach persönlichem Luftverbrauch jedoch nur etwa 8 m Tiefe erreichen. Die U/ W Landschaft wird durch schön bewachsene Felsblöcke bestimmt, die z.T. bis zu 6-7 m hoch sind. Dazwischen liegen Sandpatches.






Arrecife, was soviel wie Riff bedeutet, ist nur den besser trainierten Tauchern vorbehalten. Das Tauchgebiet liegt c.a 300 m vor der Küste und es lohnt sich auf jeden Fall an der Oberfläche dort hin zu schwimmen, um die Luft auch für den eigentlichen Tauchgang zu haben. Von der Küste aus sieht man das Tauchgebiet nur bei Ebbe, da die Felsen bis an die Oberfläche reichen. Dort angekommen taucht man auf 7m Tiefe in östlicher Richtung um den Felsen herum ab, der die Oberfläche durchbricht. Dort erwartet uns eine super schön bewachsene Wand, die über und über von leuchtend orangen Nelkenkorallen überzogen ist. Weiter geht es durch Swim-troughs vorbei an 5-6 m hohen Felsen. Bei halber Luft sollte man spätestens umkehren, um zurück zum Ufer zu tauchen, vorbei an Punto Atalaya.
Die folgenden beiden Tauchgebiete wurden vom Happy Divers Marbella erkundet:
Sierra
Sierra liegt etwa 6 km westlich von Estepona in Richtung Gibraltar, wird ausschließlich vom Boot aus betaucht und ist inzwischen schon ein beliebtes Ziel von lokalen Tagesexkursionen. Der Tiefenbereich der Tauchgänge liegt bei 15-25 m.

Riesige Felsen, die sich zum Teil 8 - 10 m vom Grund in Richtung Oberfläche erstrecken, bilden ein UW-Gebirge. Tief eingeschnittene Täler, Überhängen und gewaltige Torbögen dominieren den Tauchgang.

Die Felsen sind mit vielfarbigen Schwämmen, Hydrozoen und interessanten Seescheiden bewachsen. Orangefarbene Sternkorallen überziehen ganze Felswände. Verschiedene Gorgonienarten, mit zum Teil recht großen Exemplaren sind ebenfalls zu finden. Die Große- und die Kleine Meerhand wachsen einzeln oder sogar in ganzen Kolonien. Große Seespinnen, zahlreiche Nacktschnecken, Grüne Bonellia u.v.m. gibt es zu entdecken.
Für fortgeschrittene Taucher
Placer de las Bovedas
Seit 2001 betaucht Happy Divers Marbella das riesige Tauchgebiet Placer de las Bovedas, das sich etwa mit „Felsdom“ übersetzen lässt, ist ein ausgedehntes Riff, das etwa 3 Seemeilen (ca. 6 km) vor der Küste von San Pedro de Alcántara liegt. Es hat eine Ausdehnung von etwa 1 km Länge und eine Breite von ca. 500 m. Von der Landseite aus kommend, erhebt sich das gewaltige Riff aus etwa 30 m und fällt auf der gegenüberliegenden Seite bis auf sehr große Tiefe ab. Die flachsten Punkte der ausgedehnten Rifflandschaft sind bei 20 m zu finden.
Dort beginnen u.a. auch die Tauchgänge und führen bis in eine Tiefe von max. 40 m. Da hier nicht professionell gefischt wird, lassen sich in Las Bovedas auch Zackenbarsche von über 1 m Länge und andere größere Exemplare verschiedener Spezies beobachten. Die Sichtweite beträgt im Mittel 20 m.

Insgesamt ist das Riff felsig, hat wunderschöne Cañons, Gräben, Überhänge und kleine Höhlen und bietet der üppigsten Mittelmeer- und Atlantikflora und Fauna eine ideale Lebensgundlage. Riesige Fischschwärme begleiten den Taucher und lassen die Tauchgänge in Placer de las Bovedas zu einem Erlebnis werden. Die Tauchplätze dort können nur bei schönem Wetter und ruhiger See angefahren werden und sind aufgrund des Tiefenbereiches 20-40 m ausschließlich erfahrenen Tauchern vorbehalten. Üblicherweise werden dort sogenannte 2-tank-dives, zwei aufeinanderfolgende Tauchgänge mit einer entsprechenden Oberflächenpause durchgeführt. Aufgrund der großen Ausdehnung des Riffs sind noch viele Tauchplätze zu entdecken und bieten ideale Abenteuertauchgänge.
Da die Tauchplätze von Las Bovedas im offenen Meer am Rande der Strasse von Gibraltar liegen, ist hier durch die Atlantiknähe immer mit Gezeitenströmungen zu rechnen. Anspruchsvolle Strömungs-, Drift- und Tieftauchgänge sind garantiert.

The Plateau
Das Plateau ist die flachste Stelle in Las Bovedas, gewissermassen das Riffdach, das aber auf 20 m Tiefe liegt.
Nach ca. 15 min. Bootsfahrt erreichen wir Las Bovedas. Während der Woche sind nur vereinzelt Boote mit Anglern oder Yachten mit Sonnenanbetern anzutreffen. Oft sind wir aber auch ganz alleine hier draussen. Die Küstenlinie ist noch gut zu erkennen; wir sind aber ca. 6 km davon entfernt. Nachdem das Boot geankert hat und das Tauchbriefing vom Skipper gegeben wurde, Gruppen eingeteilt sind, machen wir uns fertig und legen die Tauchausrüsutng an. Mit einer Rolle rückwärts geht es ins Wasser, vor zum Ankerseil und, als alle Tauchpartner versammelt sind, hinab ins tiefe Blau.
Langsam schweben wir dem Grund entgeben, der bereits von der Oberfäche aus gut zu erkennen ist. Größere Felsblöcke und unzählige Schwärme an Fischen erwarten uns. Nachdem wir uns wieder versamelt haben und O.k. abgefragt haben, ziehen wir los. Vorbei geht es Cañons und kleine Felsstrassen, die von Sandpatches durchbrochen sind. Marines Leben ist hier überall – man muss nur schauen. Auch lohnt es sich mal unter die Felsen zu gucken. Dort waren oft Conger oder gar Muränen; mit Glück auch ein kapitaler Zackenbarsch.
Uups, 25 Minuten sind verstrichen und es ist Zeit zum Auftauchen. Langsam schweben wir der heller werdenden Oberfäche entgegen, die wir nach dem obligatorischen Sicherheitsstop nach gut 30 min. Tauchzeit wieder erreichen. Als besonderen Kundenservice wartet dort auch bereits das Tauchboot auf uns. Sobald alle Taucher wieder im Boot versammelt sind, geht es – voller neuer Eindrück – zurück in die Basis.

Southern reef
Einer der südlichsten Punkte von Las Bovedas, die innerhalb der Sporttauchgrenzen betauchbar sind, ist das „Southern reef“. Der Tauchgang beginnt auf ca. 35 m Tiefe und führt uns hinauf bis auf 20 m.
Wir schweben am Ankerseil hinab und erreichen den Grund in ca. 35 m Tiefe. Dort – gewissermaßen auf der nach Marrokko hin gelegenen Seite von Las Bovedas – erwartet uns ein interessantes Substrat am Meeresboden. Es ist kein Sand, sondern sieht aus als ob es alte Korallenstücke sind. Langsam tauchen wir leicht Hang aufwärts als die ersten gigantischen Felsbrocken sichbar werden. Einige haben sicherlich mehr als 10 m Höhe, sind zum Teil übereinander geschichtet und sehen aus, als ob sie von riesigen Händen dort hingelegt wurden. Da die Nullzeituhr tickt, müssen wir zügig geringere Tiefen erreichen. Die gigantischen Felsformationen gehen in ca. 25 m Tiefe stetig in kleiner werdende Felsstücke über. Während des gesamten Tauchgangs begleiten uns riesige Fischschwärme.

Pamela
Der Tauchplatz ist nach seiner Entdeckerin benannt. Er gleicht einer überdimensionalen, langgezogenen Halfpipe, die sich zwischen 26 und 30 m Tiefe auf ca. 500 m Länge hinzieht. Der sich relativ flach darstellende Untergrund besteht aus großen Felsplatten, die sich teilweise übereinander schichten. Die Felsen sind mit vielfarbigen Schwämmen, Hydrozoen und interessanten Seescheiden bewachsen und werden öfter durch Sand patches unterbrochen.
Grüne Bonellia ist hier ebenso zu finden, wie die Kleine Meerhand, die hier einzeln oder sogar in ganzen Kolonien wächst. Dem aufmerksamen Betrachter entgehen auch die zahlreiche kleinen Nacktschnecken nicht. Häufiger werden in Pamela auch größere Exemplare vom Mola Mola, dem Mondfisch angetroffen.

Roqueillos
Ein intessanter und wenig betauchter Platz der bei 26 m Tiefe beginnt und bis auf 42 m führt. Das Tauchgebiet besteht aus frachtkontainergroßen Felsquadern, die übereinandereschichtet sind. Es liegt in N.O./ S.W. Orientierung und ist ca. 160 m x 80 m groß. Mehrere Tauchgänge sind notwendig, um diesen Tauchplat kennenzulernen. Da die flachste Tiefe auf 26 m ist, sind diese Tauchgänge ausschliesslich erfahrenen Tauchern vorbehalten. Auch kannn die Strömung manchmal recht stark sein.
Die gespenstisch erscheinende Landschaft ist ideal um Fotos vom allgegenwärtigen marinen Leben zu machen. Durch die Nähe zur Strasse von Gibraltar und den vorhandenen Atlantikeinfluss, lassen sich hier Spezies beobachten, die in andere Teilen des Mitelmeeres nicht vorzufinden sind.

Das Wrack der "Menapier"
Das mit Eisenerz beladene Frachtschiff Menapier war auf dem Weg von Villaricos nach Gibraltar. Es sank am 11. November 1917 in einer Kollision mit einem anderen Schiff zwischen Fuengirola und Punta de Calaburra. Das Wrack ist heute noch sehr gut erhalten, misst nahezu 110 m Länge und hat eine Breite von ca. 15 m. Es liegt auf leicht abfallendem Sandgrund auf ca. 40 m Tiefe. Die durchschnittliche Tauchtiefe beträgt zwischen 35 und 40 m.
Für Taucher ist am Wrack selbst ein Ab- und Aufstiegsseil an einer festen Boje angebracht. Dieses ist an Schiffsrumpf an einer imposanten Winde in 35 m Tiefe befestigt.
Beim Abstieg zur Menapier geht es entlang des Abstiegseils. Auf 25 mTiefe begrüßt uns ein riesiger Schwarm Bocerones, einer Art Sardinen. Weiter absteigend sehen wir bereits den großen Schwarm der „Pezes limones“, einer Art von großen Doraden.

Dieser Schwarm umkreist uns Taucher während des gesamten Tauchganges. Das Glitzern der silbrigen Fisch mit zitronengelbem Schimmer und der Schatten des gesamten Schwarmes geben eine bezaubernde Atmosphäre.
Dann sind da noch die Capitones oder auch Dentones genannt mit ihrem imposanten Höcker auf der Stirn, deren Schwarm sich mit den Pezes Limones in diesem Schauspiel abwechselt.

Über Deck und in den Lademulden wimmelt es von kleineren Fischen, die im Schein der Lampe leuchtend ihre wahre Farbenpracht preisgeben. Ein wahrlich buntes Farbenspiel vor dunklen Eisenstrukturen.
Recht imposante Seespinnen sind hier und da gut getarnt zu entdecken. Vereinzelt treffen wir auch auf etwas größere Exemplare von Oktopussen.
Ein Zackenbarsch lebt permanent unter der noch übrig gebliebenen Struktur der Brücke. Conger Aale verstecken sich in den Vertiefungen unter dem Deck. Am Fuß des Wracks zwischen Rumpf und Sand verstecken sich mehrere Hummer. Auf dem Deck des Wracks sieht man oft bunte Nacktschnecken. Wir tauchen entlang der Reste der Schiffsaufbauten in Richtung Bug, weil die Struktur dort übersichtlicher und besser intakt ist. In Richtung Heck ist das Deck bereits mehr eingefallen und es wird unübersichtlicher.
Man sieht die durch die Kollision aufgerissene Bordwand im Bugbereich, die wie eine riesige stählerne Plastik vom Grund anfangend bis zum Deck in die Höhe ragt.
Auf Deck sieht man die großen Lademulden und die Winden, die zum Be- und Entladen im vorderen Teil des Schiffs verwendet wurden.
Man kann noch einen großen Kessel, die Reste der Decksaufbauten und jede Menge Rohre und Ventile mit Stellrädern im hinteren Bereich bestaunen.
Wahrlich eine Reise in die Vergangenheit.
Mit etwas Glück bekommt man zum Dessert während des Aufstieges noch einen Mondfisch zu sehen.
Tagesexkursionen
Gibraltar - CAMP BAY - Fünf Wracks in zwei Tauchgängen
Nach ca. 1 Std. Minibus-Shuttle werden die Tauchgänge in Camp Bay von Land aus als Tagesexkursion mit 2 Tauchgängen durchgeführt. Für diese Tour wird aufgrund des britischen Hoheitsgebietes ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt. Bei der Ein- und Ausreise kann es zu Wartezeiten kommen.
Im stetigen Bestreben marines Leben in diesem Gebiet anzuziehen wurden mehrere Schiffe in der Camp Bay in Gibraltar versenkt. Sie liegen zwischen 9 und 17 m.
Die heute wunderschön bewachsenen Wracks machen Camp Bay zur Attraktion bei Wracktauchern. PADI Specialty - Kurse, wie Wracktauchen, U/ W Navigation oder auch der NATIONAL GEOGRAPHIC Diver lassen sich hier hervorragend und interessant gestalten.

„The Batty“ und „The 482“
Am Ende ihres Arbeitslebens in 1990, wurde die Kabellegeschiffe „The Batty“ und die “482” in 17m Tiefe in Camp Bay versenkt. Die Idee war ein künstliches Riff zu bilden, um marines Leben anzuziehen.
Nahezu 2 Jahrzehnte später können wir eine unglaubliche Artenvielfalt in und um das Wrack feststellen. Bonitos, Gelbstriemen, Muränen, Conger, Lobster, Seespinnen, Blennies und vieles mehr.
Wegen seiner Lage ist die „Batty und die “482” ideal für Taucher aller Erfahrungsstufen. Wrackpenetration ist ebenso möglich. Eine U/ W Lampe ist obligatorisch, da viele Tiere in den dunklen Löchern Schutz suchen, besonders auf der Backbord- und Steuerbordseite des Wracks.

The three barges
Ebenfalls in Camp Bay liegen noch 3 weitere Wracks, “the three barges”. Es sind ehemalige Lastkähne, die etwa zur gleichen Zeit wie der Kabelleger 482, als künstliche Riffe in max. 10 m Tiefe versenkt wurden. Alle drei Wracks sind über und über bewachsen und ein Eldorado für Nacktschnecken.

The Norwegian wreck
Etwas ausserhalb von Camp Bay aber dennoch von Land aus zu betauchen, liegt das „Norwegian wreck“, Es ist das grösste zu betauchende Wrack in Camp Bay, misst ca. 50 m Länge, liegt auf der Seite und ist über und über toll bewachsen. Sobald man das Wrack während des Tauchganges auf 23 m Tiefe erreicht, baut sich eine 10 m hohe Wand vor einem auf, - das dem Taucher schon mal ein „Wow“ entlockt. Da das „Norwegian wreck“ auf der Seite liegt, baut sich das gut erhaltene Deck vor dem Taucher auf und lädt dazu ein, es zu erkunden.

Tarifa – Tauchen am südlichsten Punkt Europas
Nach etwas mehr als 1 Stunde Minibus-Shuttle werden zwei Tauchgänge am südlichsten Punkt Europas – der „Isla Palomas“ von Land aus als Tagesexkursion durchgeführt.
Tarifa ist die südlichste Stadt Europas und – es treffen sich zwei Meere, der Atlantik und das Mittelmeer. Tarifa ist gewissermassen die „Hauptstadt des Windes“, der hier immer kräftig bläst. Windstärke 3-4 sind hier normal – manchmal ist es auch mehr. Daher ist es als Eldorado für Wind- und Kitesurfer bekannt.
Den Taucher erwartet kristallklares Wasser, gute Sichtweiten und schön bewachsene Felsformationen. Je nach dem aus welcher Richtung der Wind bläst wird entweder auf der Mittelmeerseite oder auf der Atlantikseite der Insel getaucht. Bei einem Tauchgang auf der Mittelmeerseite läßt sich für etwas geübte Taucher eine Tiefe von ca. 20 m erreichen. Auf der Atlantikseite sind es etwa 15 m.